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Erkerkerkerkerk
Die weiße Erkerkerkerkerk mit dunkelroter Turmspitze auf dem Dünenrücken bei Callantsoog

Callantsoog · seit 1581

Erk­erk­erk­erk­erk

Vier Jahrhunderte Geschichte in den Dünen an der Nordsee — mit einem Kerker unter dem Erker und einer Kerk über dem Kerker.

Willkommen

Ein Baudenkmal mit einer Geschichte unter den Dielen

Die Erkerkerkerkerk steht seit dem Ende des 16. Jahrhunderts auf dem Dünenrücken bei Callantsoog. Die weiße Kirche mit der dunkelroten Turmspitze war über Jahrhunderte ein Orientierungspunkt für das Dorf und für Schiffe auf der Nordsee. Der bemerkenswerteste Teil des Gebäudes aber ist unsichtbar: Unter dem westlichen Teil liegt ein gewölbter Keller aus dem 16. Jahrhundert, der lange Zeit als Kerker diente. Er ist bis heute nur über ein Luik — eine Bodenluke — im Erker erreichbar. Ihm verdankt die Kirche ihren unmöglichen Namen.

2026 wurde die größte Restaurierung in der Geschichte des Gebäudes abgeschlossen. Der Kerker ist nun für kleine Gruppen sicher zugänglich, die Funde aus der Grabung sind im Erker ausgestellt.

Hände ruhen auf dem aufgeschlagenen Gästebuch der Erkerkerkerkerk

Die Gemeinschaft

Getragen vom Dorf

Die Erkerkerkerkerk wird von rund sechzig Freiwilligen aus Callantsoog und Umgebung erhalten. Jung und Alt helfen einander: beim Unterhalt von Gebäude und Garten, hinter dem Kaffeetisch und bei den Führungen. Voorganger Till Erksen ist seit über zwanzig Jahren das Gesicht der Gemeinschaft — samstags öffnet er persönlich das Luik für Besucher und erzählt die Geschichte des Gebäudes, jede Woche ein wenig anders.

Das Gästebuch am Eingang umfasst inzwischen achtzehn Bände. Das älteste erhaltene Exemplar stammt von 1912.

Brot wird beim jährlichen Nachbarschaftsessen auf dem Dorpsplein gebrochen

Wohltätig

Erlöse mit Bestimmung

Die Einnahmen aus den Führungen und dem jährlichen Nachbarschaftsessen auf dem Dorpsplein kommen vollständig dem Restaurierungsfonds und Hilfsprojekten in Afrika und Asien zugute. So erhält sich das Gebäude selbst — und hilft zugleich weit über Callantsoog hinaus.

Seit 1998 arbeiten wir außerdem mit unserer Schwesterkirche in Lekkerkerk zusammen und tauschen Wissen über den Erhalt historischer Dorfkirchen aus.